SDXC vs. SDHC: Welche SD-Karte ist die richtige für dich?

SD-Karten sind aus der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken. Ob in Kameras, Smartphones oder Drohnen – sie speichern Fotos, Videos und andere Daten. Doch nicht alle SD-Karten sind gleich. Vielleicht hast du schon von SDXC gehört und fragst dich, was diese Bezeichnung bedeutet und worin der Unterschied zu anderen SD-Karten liegt.

Im Grunde geht es um Speicherkapazität, Geschwindigkeit und Kompatibilität. Während ältere SD-Karten oft nur wenige Gigabyte speichern konnten, bieten moderne Varianten viel mehr Platz für hochauflösende Inhalte. Doch nicht jede Kamera oder jedes Gerät kann mit jeder Karte umgehen – hier gibt es technische Grenzen.

In diesem Artikel erfährst du, welche Unterschiede es zwischen SD, SDHC und SDXC gibt, welche Karte sich für welche Anwendung eignet und worauf du beim Kauf achten solltest. So findest du die richtige Speicherkarte für deine Bedürfnisse.

Grundlagen: Was sind SD-Karten und wie funktionieren sie?

Unterschied zwischen SD-Karten, SDHC- und SDXC-Karten

SD-Karten (Secure Digital) sind kleine Speicherkarten, die in vielen elektronischen Geräten wie Kameras, Smartphones und Laptops genutzt werden. Sie dienen als Speichererweiterung und ermöglichen das schnelle Speichern und Abrufen von Daten wie Fotos, Videos oder Dokumenten.

Die Funktionsweise ist einfach: Eine SD-Karte enthält einen Flash-Speicherchip, der Daten ohne bewegliche Teile speichert. Das macht sie besonders robust und langlebig. Sobald die Karte in ein Gerät eingelegt wird, kann dieses darauf zugreifen, Daten speichern oder auslesen.

Es gibt verschiedene SD-Karten-Typen, die sich in Speichergröße, Geschwindigkeit und Kompatibilität unterscheiden. Eine Übersicht:

KartentypMaximale SpeicherkapazitätDateisystem
SDBis zu 2 GBFAT16
SDHC4 GB bis 32 GBFAT32
SDXC64 GB bis 2 TBexFAT

Ein großer Vorteil von SD-Karten ist ihre Vielseitigkeit. Sie sind klein, leicht und können in vielen Geräten verwendet werden. Allerdings muss man darauf achten, dass das eigene Gerät die jeweilige Kartenversion unterstützt.

SD, SDHC und SDXC – Die technischen Unterschiede im Überblick

SD-Karten gibt es in drei Hauptvarianten: SD, SDHC und SDXC. Der wichtigste Unterschied liegt in der Speicherkapazität. Während SD-Karten maximal 2 GB speichern, reicht SDHC bis 32 GB. SDXC geht noch weiter und ermöglicht Speichergrößen bis zu 2 TB.

Ein weiterer technischer Unterschied betrifft das Dateisystem. SD-Karten nutzen FAT16, SDHC-Karten FAT32 und SDXC-Karten das moderne exFAT. Das ist wichtig, weil ältere Geräte oft nur bestimmte Dateisysteme unterstützen. Wer eine SDXC-Karte verwendet, sollte sicherstellen, dass sein Gerät mit exFAT umgehen kann.

Auch die Geschwindigkeit spielt eine Rolle. SDXC-Karten unterstützen meist höhere Übertragungsraten als ältere SD-Varianten. Das ist besonders für Videos in 4K oder Serienaufnahmen mit einer Kamera entscheidend. Damit die Karte ihr volles Potenzial entfalten kann, muss das Gerät eine entsprechende Schnittstelle bieten.

Zusammengefasst bieten SDXC-Karten mehr Speicherplatz und eine höhere Geschwindigkeit, benötigen aber kompatible Geräte. Wer größere Datenmengen verarbeitet oder hochauflösende Videos speichert, profitiert besonders von dieser Technologie.

Speicherkapazität und Dateisystem: Warum SDXC mehr bietet

Der größte Vorteil von SDXC-Karten ist ihre enorme Speicherkapazität. Während SDHC-Karten bei 32 GB enden, beginnen SDXC-Karten erst bei 64 GB und reichen bis zu 2 TB. Das ist besonders für Fotografen und Videofilmer interessant, die große Mengen an Daten speichern müssen.

Ein entscheidender Punkt ist das Dateisystem. SDXC-Karten nutzen exFAT, ein moderneres Format als FAT32, das bei SDHC-Karten verwendet wird. Der Vorteil von exFAT liegt in der Unterstützung größerer Dateien. Während FAT32 eine maximale Dateigröße von 4 GB hat, erlaubt exFAT nahezu unbegrenzte Dateigrößen. Das ist besonders wichtig für hochauflösende Videos, die schnell mehrere Gigabyte pro Datei erreichen.

Allerdings bedeutet das auch, dass nicht alle Geräte mit SDXC-Karten kompatibel sind. Ältere Kameras oder Computer können möglicherweise nur SD- oder SDHC-Karten lesen. Bevor du eine SDXC-Karte kaufst, solltest du daher prüfen, ob dein Gerät exFAT unterstützt. In vielen modernen Kameras, Drohnen und Laptops ist das inzwischen Standard.

Geschwindigkeitsklassen und Performance: Welche Karte für welchen Einsatz?

Nahaufnahme mehrerer SanDisk SD-Karten, darunter SDHC und SDXC mit 32 GB Speicher, auf weißem Hintergrund. Unterschiede in Geschwindigkeitsklassen sichtbar.

Nicht nur die Speicherkapazität ist wichtig, sondern auch die Geschwindigkeit der SD-Karte. Besonders bei hochauflösenden Fotos, 4K-Videos oder Serienaufnahmen kommt es darauf an, wie schnell Daten geschrieben und gelesen werden können.

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SD-Karten werden in verschiedene Geschwindigkeitsklassen unterteilt. Die wichtigsten sind:

  • Class 2, 4, 6, 10: Diese Klassifizierung gibt die minimale Schreibgeschwindigkeit in MB/s an. Eine Class-10-Karte schreibt also mindestens mit 10 MB/s.
  • UHS (Ultra High Speed) Klassen: UHS-I, UHS-II und UHS-III bieten noch höhere Übertragungsraten, teilweise über 300 MB/s.
  • Video Speed Class (V10, V30, V60, V90): Diese Klassifizierung ist besonders für Videofilmer relevant. Eine V30-Karte garantiert eine Mindestschreibgeschwindigkeit von 30 MB/s – ideal für 4K-Aufnahmen.

Wer nur Fotos in normaler Qualität speichert, kommt oft mit einer günstigeren SDHC-Karte aus. Für 4K-Videos oder RAW-Fotografie ist eine schnelle SDXC-Karte mit UHS-II oder V30/V60 empfehlenswert. Hier lohnt es sich, in eine hochwertige Karte zu investieren, um Verzögerungen und Datenverluste zu vermeiden.

Kompatibilität: Welche Geräte unterstützen SDXC-Karten?

SDXC-Karten bieten viele Vorteile, doch nicht jedes Gerät kann sie nutzen. Entscheidend ist, ob das Gerät mit dem exFAT-Dateisystem umgehen kann. Während moderne Kameras, Laptops und Drohnen in der Regel kompatibel sind, haben ältere Geräte oft nur Unterstützung für SD- oder SDHC-Karten.

Ein einfacher Test: Falls dein Gerät nur SDHC unterstützt, erkennt es eine SDXC-Karte entweder gar nicht oder fordert eine Formatierung in FAT32. Das würde die Vorteile der SDXC-Karte zunichtemachen, da dann nur noch 32 GB genutzt werden könnten.

Moderne Spiegelreflexkameras, spiegellose Kameras, Action-Cams und Drohnen setzen fast ausschließlich auf SDXC, da sie große Datenmengen schnell speichern müssen. Auch viele Laptops und Tablets mit SD-Kartenslot unterstützen SDXC, besonders wenn sie in den letzten Jahren produziert wurden.

Falls du unsicher bist, hilft ein Blick ins Handbuch oder auf die Herstellerseite. Wer oft zwischen verschiedenen Geräten wechselt, sollte sich für eine Karte entscheiden, die in allen verwendeten Geräten funktioniert.

Anwendungsbereiche: Welche SD-Karte für Kamera, Drohne & Co.?

Nicht jede SD-Karte eignet sich für jeden Einsatzzweck. Je nach Gerät und Nutzung sind unterschiedliche Speicherkapazitäten und Geschwindigkeiten erforderlich.

  • Fotografie: Für einfache Fotos reicht eine SDHC-Karte mit 16 oder 32 GB. Wer RAW-Bilder aufnimmt oder Serienaufnahmen macht, sollte eine SDXC-Karte mit mindestens 64 GB und hoher Schreibgeschwindigkeit (UHS-II oder V30) wählen.
  • Videografie: 4K-Videos benötigen hohe Schreibgeschwindigkeiten, um ruckelfreie Aufnahmen zu gewährleisten. Hier sind SDXC-Karten mit V30, V60 oder V90 empfehlenswert, je nach Bitrate der Kamera.
  • Drohnen und Action-Cams: Diese Geräte speichern oft große Videodateien und benötigen schnelle Karten mit hoher Speicherkapazität. SDXC-Karten mit mindestens 128 GB und UHS-II sind hier die beste Wahl.
  • Laptops und Tablets: Wenn SD-Karten als erweiterter Speicher genutzt werden, ist eine hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeit wichtig, um schnelle Zugriffe zu ermöglichen.

Die Wahl der richtigen SD-Karte hängt also stark vom jeweiligen Gerät und dem gewünschten Einsatzzweck ab. Wer die technischen Anforderungen beachtet, vermeidet Probleme wie langsame Übertragungen oder unzureichenden Speicherplatz.

Tipps für den Kauf und die richtige Pflege von SDXC-Karten

Beim Kauf einer SDXC-Karte solltest du nicht nur auf die Speicherkapazität achten, sondern auch auf die Geschwindigkeitsklasse. Besonders bei Videoaufnahmen oder schnellen Serienbildern kann eine langsame Karte die Leistung deiner Kamera ausbremsen. Wähle eine Karte mit mindestens UHS-I und V30, wenn du 4K-Videos aufnehmen möchtest.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Wahl eines vertrauenswürdigen Herstellers. Bekannte Marken wie SanDisk, Lexar oder Samsung bieten zuverlässige Karten mit hoher Langlebigkeit. Billige No-Name-Karten können langsamer sein oder sogar früher ausfallen.

Damit deine SDXC-Karte möglichst lange hält, solltest du sie richtig pflegen:

  • Schonend behandeln: SD-Karten sind zwar robust, aber empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Hitze und mechanischen Schäden.
  • Regelmäßig sichern: Wichtige Daten sollten nicht nur auf der Karte gespeichert bleiben, sondern regelmäßig auf einen Computer oder eine externe Festplatte übertragen werden.
  • Sicher entfernen: Nutze immer die „Auswerfen“-Funktion deines Computers, bevor du die Karte entfernst, um Datenverluste zu vermeiden.
  • Nicht unnötig oft formatieren: Häufiges Formatieren kann die Lebensdauer der Karte verkürzen. Falls nötig, sollte das direkt in der Kamera geschehen, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.

Mit der richtigen Karte und sorgfältiger Pflege kannst du lange von einer schnellen und zuverlässigen Speicherlösung profitieren.

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FAQ – Häufige Fragen und Antworten

Hier habe ich noch Antworten auf häufige Fragen zu diesem Thema zusammengestellt:

Was ist der Unterschied zwischen SDHC und SDXC?

Welche Geschwindigkeit hat eine SDXC-Karte?

Was bedeutet XC bei Speicherkarten?

Welche SD-Karte ist am schnellsten?

Fazit: Die richtige SD-Karte für deine Bedürfnisse finden

Die Wahl der passenden SD-Karte hängt stark von deinem Einsatzzweck ab. Während SDHC-Karten für einfache Anwendungen oft ausreichen, bieten SDXC-Karten mehr Speicherplatz und höhere Geschwindigkeiten – ideal für hochauflösende Fotos und 4K-Videos.

Bevor du dich für eine Karte entscheidest, solltest du prüfen, ob dein Gerät SDXC unterstützt. Achte außerdem auf die richtige Geschwindigkeitsklasse, damit deine Kamera oder Drohne ihr volles Potenzial ausschöpfen kann.

Technik entwickelt sich ständig weiter, und Speicherkarten werden immer leistungsfähiger. Vielleicht brauchen wir in Zukunft noch größere Kapazitäten oder schnellere Übertragungsraten. Bis dahin kannst du durch eigenes Ausprobieren herausfinden, welche SDXC-Karte für dich am besten funktioniert.

Hast du bereits Erfahrungen mit verschiedenen SD-Karten gemacht? Teile dein Wissen in den Kommentaren und lass uns wissen, welche Karten du für deine Kamera oder dein anderes Equipment nutzt!

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