Crop Faktor einfach erklärt: So beeinflusst er deine Fotos

Hast du dich schon mal gefragt, warum ein Objektiv auf einer Kamera anders wirkt als auf einer anderen? Das liegt am Crop Faktor. Er beschreibt, wie stark der Bildausschnitt durch die Sensorgröße beeinflusst wird. Gerade wenn du von einer Kompaktkamera oder dem Smartphone auf eine Systemkamera wechselst, wirst du merken, dass sich deine Fotos anders anfühlen.

Der Crop Faktor ist besonders wichtig, wenn du die Brennweite eines Objektivs richtig einschätzen willst. Ein 50mm-Objektiv an einer Kamera mit kleinerem Sensor kann sich plötzlich wie ein 75mm-Objektiv anfühlen. Dadurch verändern sich nicht nur der Bildausschnitt, sondern auch die Tiefenwirkung deiner Fotos.

Aber keine Sorge, das Ganze ist weniger kompliziert, als es klingt! In diesem Artikel schauen wir uns genau an, wie der Crop Faktor funktioniert, welche Auswirkungen er auf deine Bilder hat und wie du ihn zu deinem Vorteil nutzt.

Was ist der Crop Faktor und warum ist er wichtig?

Der Crop Faktor beschreibt, wie sich die Sensorgröße einer Kamera auf den Bildausschnitt auswirkt. Kameras mit kleineren Sensoren nehmen nur einen Ausschnitt des Bildes auf, den ein Vollformatsensor erfassen würde. Dadurch entsteht die Illusion, dass das Bild herangezoomt wurde – das nennt man den Crop-Effekt.

Der Crop Faktor ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der Sensorgröße und einem Vollformatsensor (36 x 24 mm). Die meisten Kameras haben kleinere Sensoren, zum Beispiel:

Sensor-TypGröße (ca.)Crop Faktor
Vollformat36 x 24 mm1,0
APS-C (Canon)22,3 x 14,9 mm1,6
APS-C (Nikon, Sony)23,5 x 15,6 mm1,5
Micro Four Thirds17 x 13 mm2,0

Warum ist das wichtig? Weil der Crop Faktor die effektive Brennweite verändert. Ein 50mm-Objektiv an einer APS-C-Kamera mit Crop Faktor 1,5 verhält sich wie ein 75mm-Objektiv auf einer Vollformatkamera. Das beeinflusst, wie viel du ins Bild bekommst und wie du dein Motiv gestaltest.

Kurz gesagt: Der Crop Faktor ist entscheidend, wenn du die Wirkung eines Objektivs verstehen willst. Er hilft dir, die richtige Brennweite für deine Aufnahmen auszuwählen.

Crop Faktor Vergleich verschiedener Sensorgrößen
Compumundo, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wie der Crop Faktor die Brennweite beeinflusst

Die Brennweite eines Objektivs gibt an, wie stark ein Motiv vergrößert wird und wie weit der Bildausschnitt ist. Allerdings ändert sich die wahrgenommene Brennweite, wenn du dasselbe Objektiv an Kameras mit unterschiedlichen Sensorgrößen verwendest.

Der Crop Faktor multipliziert die Brennweite des Objektivs. Das bedeutet, dass ein 50mm-Objektiv auf einer Kamera mit Crop Faktor 1,5 einem 75mm-Objektiv auf einer Vollformatkamera entspricht. Bei einem Crop Faktor von 2,0 wären es sogar 100mm. Das führt zu einem engeren Bildausschnitt, als du es vielleicht erwartest.

Hier eine Übersicht zur besseren Vorstellung:

Objektiv-BrennweiteAPS-C (1,5x)APS-C (1,6x)Micro Four Thirds (2,0x)
24mm36mm38mm48mm
35mm52mm56mm70mm
50mm75mm80mm100mm
85mm128mm136mm170mm

Diese Veränderung hat direkte Auswirkungen auf deine Fotografie. Weitwinkelobjektive werden weniger weit, Teleobjektive hingegen noch stärker vergrößert. Wenn du zum Beispiel Landschaften fotografieren möchtest, kann der Crop Faktor ein Nachteil sein, weil du weniger aufs Bild bekommst. Für Porträts oder Wildlife-Fotografie hingegen kann er vorteilhaft sein, weil du dein Motiv näher heranholst, ohne ein teures Teleobjektiv zu benötigen.

Vergleich Wirkung Vollformat-Sensor und APS-C Sensor
Rama, CC BY-SA 2.0 FR, via Wikimedia Commons

Vollformat vs. APS-C und Micro Four Thirds – Die Unterschiede

Die Wahl des Kamerasensors hat großen Einfluss darauf, wie deine Fotos wirken. Die drei gängigsten Sensorgrößen sind Vollformat, APS-C und Micro Four Thirds (MFT). Jede dieser Varianten hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Sensorgrößen im Vergleich

Sensor-TypGröße (ca.)Crop FaktorTypische Anwendung
Vollformat36 x 24 mm1,0Profi-Fotografie, hohe Bildqualität
APS-C22-24 x 14-16 mm1,5–1,6Vielseitige Fotografie, gute Bildqualität zu günstigerem Preis
Micro Four Thirds17 x 13 mm2,0Kompakte Kameras, Reise- und Vlogging-Fotografie

Unterschiede in der Praxis

  • Bildausschnitt: Aufgrund des Crop Faktors erscheint der Bildausschnitt bei APS-C und MFT enger als bei Vollformat.
  • Tiefenschärfe: Kleinere Sensoren erzeugen bei gleicher Blende eine größere Tiefenschärfe. Das kann gut für Landschaftsfotografie sein, aber weniger ideal für Porträts mit unscharfem Hintergrund.
  • Lichtempfindlichkeit: Vollformatsensoren erfassen mehr Licht, was besonders bei schlechten Lichtverhältnissen zu einem besseren Signal-Rausch-Verhältnis führt.
  • Größe und Gewicht: Kameras mit kleineren Sensoren sind oft kompakter und leichter – ideal für unterwegs.

Jede Sensorgröße hat ihre Daseinsberechtigung. Welche für dich die richtige ist, hängt von deinem Fotostil und deinen Anforderungen ab.

Welche Auswirkungen hat der Crop Faktor auf die Bildkomposition?

Der Crop Faktor beeinflusst nicht nur die Brennweite, sondern auch die Bildkomposition. Da der Sensor einen kleineren Bildausschnitt erfasst, verändert sich die Art und Weise, wie du dein Motiv ins Bild setzt.

Weniger Weitwinkel, mehr Tele

Da der Crop Faktor den Bildausschnitt verkleinert, wirken Weitwinkelobjektive weniger weit. Ein 24mm-Objektiv auf einer APS-C-Kamera mit Crop Faktor 1,5 entspricht einem 36mm-Objektiv auf einer Vollformatkamera – es ist also nicht mehr so weitwinklig. Das kann es schwieriger machen, große Landschaften oder Innenräume vollständig aufs Bild zu bekommen.

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Auf der anderen Seite verstärkt der Crop Faktor die Wirkung von Teleobjektiven. Ein 200mm-Objektiv verhält sich auf einer APS-C-Kamera wie ein 300mm-Objektiv. Das kann von Vorteil sein, wenn du entfernte Motive fotografieren möchtest, zum Beispiel in der Tierfotografie oder im Sportbereich.

Veränderte Perspektive und Bildwirkung

Die Art, wie du dein Motiv platzierst, kann sich durch den engeren Bildausschnitt verändern.

  • Hintergründe erscheinen dichter: Durch den engeren Bildausschnitt wirken Hintergründe oft näher am Motiv.
  • Mehr Kontrolle über den Bildaufbau: Du kannst gezielter entscheiden, welche Elemente im Bild bleiben und welche nicht.

Ob der Crop Faktor für deine Bildkomposition ein Vor- oder Nachteil ist, hängt also ganz von deinem Fotostil ab.

Crop Faktor und Tiefenschärfe: Was du wissen musst

Der Crop Faktor beeinflusst nicht nur die Brennweite, sondern auch die Tiefenschärfe – also den Bereich im Bild, derCrop Faktor und Tiefenschärfe: Was du wissen musst

Der Crop Faktor beeinflusst nicht nur den Bildausschnitt, sondern auch die Tiefenschärfe – also den Bereich, der in einem Foto scharf dargestellt wird. Dabei spielt die Sensorgröße eine entscheidende Rolle, denn sie wirkt sich direkt darauf aus, wie stark der Hintergrund unscharf wird.

Wie verändert der Crop Faktor die Tiefenschärfe?

Je kleiner der Sensor, desto größer ist die Tiefenschärfe bei gleicher Blende und Bildausschnitt. Das bedeutet:

  • Vollformatkameras ermöglichen eine stärkere Hintergrundunschärfe und eignen sich besonders gut für Porträts.
  • APS-C- und Micro Four Thirds-Kameras erzeugen bei gleicher Blende eine größere Tiefenschärfe, wodurch mehr Details im Bild scharf bleiben – das ist ideal für Landschafts- oder Architekturfotografie.

Blendenwerte im Vergleich

Um auf einem kleineren Sensor eine ähnliche Hintergrundunschärfe wie auf Vollformat zu erzielen, müsste man mit einer weiter geöffneten Blende fotografieren. Hier ein direkter Vergleich:

Sensor-TypBlende für gleiche Tiefenschärfe wie f/2.8 auf Vollformat
APS-C (1,5x)f/4
APS-C (1,6x)f/4
Micro Four Thirds (2,0x)f/5.6

Das bedeutet, dass ein 50mm f/2.8-Objektiv auf einer APS-C-Kamera mit Crop Faktor 1,5 eine ähnliche Tiefenschärfe liefert wie ein 50mm f/4 auf Vollformat. Wer gezielt mit Hintergrundunschärfe arbeitet, sollte diesen Effekt beim Kauf einer Kamera oder eines Objektivs berücksichtigen.

Welche Objektive sind für Kameras mit Crop Sensor geeignet?

Nicht jedes Objektiv ist ideal für eine Kamera mit Crop Sensor. Da der Crop Faktor die effektive Brennweite verändert, solltest du bei der Wahl deines Objektivs darauf achten, welchen Bildausschnitt du tatsächlich erhältst.

Spezielle Objektive für APS-C und Micro Four Thirds

Viele Hersteller bieten speziell für kleinere Sensoren entwickelte Objektive an. Diese sind oft kompakter und leichter als ihre Vollformat-Pendants.

  • Canon EF-S, Nikon DX, Sony E (APS-C): Diese Objektive sind für APS-C-Sensoren optimiert und können nicht auf Vollformatkameras verwendet werden.
  • Micro Four Thirds (MFT): Objektive für dieses System sind ausschließlich für MFT-Kameras konzipiert und berücksichtigen den Crop Faktor von 2,0.

Welche Brennweiten machen Sinn?

Da der Crop Faktor den Bildausschnitt verändert, solltest du deine Wahl entsprechend anpassen:

Gewünschte BildwirkungAPS-C (1,5x Crop)Micro Four Thirds (2,0x Crop)
Weitwinkel (z. B. 24mm)16mm12mm
Standard (z. B. 50mm)35mm25mm
Tele (z. B. 85mm)56mm42mm

Vorsicht bei Vollformat-Objektiven

Du kannst Vollformat-Objektive an APS-C- oder MFT-Kameras verwenden, aber:

  • Sie sind oft größer und schwerer.
  • Die effektive Brennweite verändert sich (z. B. wird ein 50mm-Objektiv auf APS-C zu einem 75mm-Objektiv).

Wenn du eine Kamera mit Crop Sensor hast, lohnt es sich oft, gezielt für diesen Sensor entwickelte Objektive zu nutzen. Sie sind meist günstiger, kompakter und perfekt auf den Sensor abgestimmt.

Vor- und Nachteile des Crop Faktors in der Fotografie

Der Crop Faktor hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Fotografie. Ob er für dich ein Vorteil oder ein Nachteil ist, hängt von deinem Einsatzzweck und deinen fotografischen Vorlieben ab.

Vorteile des Crop Faktors

Längere effektive Brennweite: Teleobjektive haben durch den Crop Faktor eine größere Reichweite, was besonders in der Sport- und Tierfotografie nützlich ist. Ein 200mm-Objektiv verhält sich auf einer APS-C-Kamera mit Crop 1,5 wie ein 300mm-Objektiv auf Vollformat.
Kompaktere Kameras und Objektive: Da APS-C- und MFT-Kameras kleinere Sensoren haben, sind sie oft leichter und handlicher – ideal für Reisen oder den Alltag.
Günstigere Kamera- und Objektivpreise: Systeme mit kleineren Sensoren sind oft preiswerter als Vollformatkameras, sowohl in der Anschaffung als auch bei den Objektiven.
Größere Tiefenschärfe bei gleicher Blende: Das kann vorteilhaft sein, wenn du Landschaften oder Architektur fotografierst und möglichst viel Schärfe im Bild haben möchtest.

Nachteile des Crop Faktors

Eingeschränkter Weitwinkel: Weitwinkelobjektive verlieren durch den Crop Faktor an Wirkung. Ein 24mm-Objektiv verhält sich auf APS-C eher wie ein 36mm-Objektiv, was in engen Räumen oder für Landschaftsaufnahmen nachteilig sein kann.
Geringere Lichtausbeute: Kleinere Sensoren fangen weniger Licht ein, was zu mehr Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen führen kann.
Schwierigere Freistellung des Motivs: Aufgrund der größeren Tiefenschärfe ist es schwieriger, den Hintergrund unscharf zu gestalten, was bei Porträtfotografie ein Nachteil sein kann.

Ob der Crop Faktor für dich eher ein Vorteil oder ein Nachteil ist, hängt von deinem Fotostil und deinen Motiven ab. Wer hauptsächlich im Telebereich arbeitet, profitiert oft von der zusätzlichen Reichweite, während Weitwinkel-Fans eher an die Grenzen stoßen.

Fazit: Der Crop Faktor – Einschränkung oder kreativer Vorteil?

Der Crop Faktor kann deine Fotografie auf verschiedene Weise beeinflussen – mal als Vorteil, mal als Herausforderung. Er verändert die effektive Brennweite deiner Objektive, beeinflusst die Tiefenschärfe und bestimmt, wie viel du tatsächlich aufs Bild bekommst. Besonders in der Telefotografie kann der Crop Faktor nützlich sein, während er im Weitwinkelbereich oft Einschränkungen mit sich bringt.

Doch egal, mit welchem Sensor du fotografierst – die besten Bilder entstehen, wenn du das Beste aus deinem Equipment herausholst. Experimentiere mit verschiedenen Brennweiten, teste die Wirkung der Tiefenschärfe und finde heraus, welche Kombination für deinen Stil am besten funktioniert.

Vielleicht fragst du dich jetzt: Solltest du beim nächsten Kamerakauf auf Vollformat umsteigen oder bleibt APS-C die bessere Wahl? Die Antwort liegt in deinen persönlichen Bedürfnissen. Letztendlich zählt nicht die Technik, sondern wie du sie nutzt, um deine kreative Vision zu verwirklichen.

11 Kommentare

  1. Der Crop Faktor hat mit dem Sensorverhältnis, oder Sensorgrösse nichts zu tun und sind verschieden.
    Beim MFT ist der Crop Faktor 2, der Sensor ist aber 4 mal kleiner als das Vollformat.

      1. Sie haben einen Denkfehler.
        Sie schreiben: Deckt der Sensor den gesamten Bildkreis ab, spricht man von einem Vollformat. Das ist falsch.
        Der MFT Sensor deckt den gesamten Bildkreis ab und der Sensor ist vier Mal kleiner als der Vollformatsensor.
        Das Verhältnis zwischen Sensor und Brennweite bleibt gleich. Der Crop Faktor bestimmt dieses Verhältnis, ABER JETZT MACHEN SIE DEN FEHLER, DEN KEIN MENSCH VERSTEHT, IST FOLGENDES:
        DER MFT SENSOR IST 4 MAL KLEINER ALS DER VOLLFORMAT SENSOR. DER CROP FAKTOR IST ABER 2 UND NICHT 4.

        1. Das Problem ist, dass Sie anscheinend überlesen haben, dass sich meine aussage zum Bildkreis auf Vollformat bezieht. Nicht ohne Grund ist ja da auch die entsprechende Grafik eingebaut, die das veranschaulicht.

  2. Der Bildkreis wird kleiner, wenn der Sensor kleiner wird.
    Der MFT Sensor ist 4 mal kleiner, als das Vollformat, aber deckt den MFT BILDKREIS vollständig ab.
    Das Problem, das Sie beschreiben tritt nur auf, wenn man den Vollformat Sensor gegen einen APS-C Sensor austauscht.
    Dann ist der Bildkreis grösser als der Sensor.
    Das haben Sie aber auch nicht, wenn man ein reines APS-C Sytem hat. Dann ist der Bildkreis wieder so groß wie der Sensor.

  3. Das Problem mit dem Crop Faktor versteht leider kein Mensch.
    Es wird permanent geschrieben, das der Crop Faktor beim MFT System 2 beträgt. Wenn man dan sagt, aber schreibt, das der Sensor aber 4 mal kleiner ist, aber der Crop Faktor nur 2 ist, fängt das geistige Chaos an.
    Der Crop Faktor beschreibt nur das Verhältnis zu den BRENNWEITEN, wenn das gleiche Bild entstehen soll, wenn man ein Bild haben möchte, das mit einer Vollformatkamera aufgenommen wurde.
    Der Crop Faktor hat mit dem Verhältnis zu der Sensorgrösse aber nichts zu tun und somit auch nicht mit dem Bildkreis.
    UND DAS SCHREIBEN SIE UND ALLE ANDEREN.
    DAS IST FALSCH.

  4. Wenn der Crop Faktor das Verhältnis zu der Sensorgrösse beschreiben würde, dann wäre der Crop Faktor beim MFT System 2.
    Es ist aber 4 und NICHT 2.
    Es wird ja permanent geschrieben, das der APS-C Sensor den Crop Faktor 1,5 oder 1,6 hat.
    Und beim MFT System 2 beträgt.
    Diese Zahlen beschreiben lediglich den Faktor der BRENNWEITE.
    Es wird NICHTS ausgesagt zu der Sensorgrösse.
    Die Sensorgrösse haben mit dem CROP FAKTOR NICHTS ZU TUN.

    1. Natürlich werden die Kommentare veröffentlicht, auch wenn Sie hier anscheinend nur das MFT-Format in den Himmel heben wollen und ihre Kommentare teilweise einfach falsch sind. Aber ich sitze sicher nicht Samstag Abend um 21:30 Uhr am Rechner, um mich um ihre Kommentare zu kümmern.

  5. Sie schreiben: Kleinere Sensoren bedeuten mehr Bildrauschen und haben einen kleineren Dynamikumfang.

    Das ist leider falsch.
    Wenn man das MFT System mit einem Vollformat System vergleicht, stellt man folgendes fest:
    Bei beiden Systemen wird ein 600 mm Objektiv mit f4.0 eingesetzt.
    Vollformat VF: 600 mm f4
    MFT: 300 mm f4 bezogen auf VF ein 600 mm f4 (Brennweite).
    Das MFT System kommt aber mit 4 mal weniger Licht aus, um die Blende f4 zu erreichen.
    Die Blende beschreibt das Verhältnis aus Brennweite geteilt durch den größten Objektivdurchmesser.
    Wenn der VF Sensor 4 mal größer ist als der MFT Sensor, dann muss auch 4 mal mehr Licht auf den Sensor treffen, um die gleichen Belichtungswerte zu erreichen.
    Vergleichbar mit 2 Gläser in klein oder groß. Wenn das Wasser das Licht ist, dann braucht man 4 mal mehr Wasser um das Glas zu füllen.
    Was bedeutet das für die Systeme?
    Man muss beim VF System die ISO Zahl deutlich hochsetzen, um die Belichtungswerte zu halten.
    Ein hoher ISO Wert bedeutet aber mehr Bildrauschen.
    Das MFT ist aber viel Lichtstärker, weil man viel weniger Licht benötigt.
    Das ist der zweite Fehler, der gemacht wird.
    Wenn man ein MFT Objektiv mit einem VF Objektiv vergleichen möchte, dann wird beim MFT Objektiv nur die Brennweite mit 2 multipliziert, nicht aber die Blende.
    Ein MFT Objektiv 300mm f4 ist umgerechnet auf VF ein 600 mm f4 und kein f8 Objektiv.
    Jetzt werden die Zahlen 4 und 2 deutlich. Der MFT Sensor ist 4 mal kleiner, die Brennweite verdoppelt sich aber nur um 2.

    1. Sorry aber die Aussage, dass MFT viel lichtstärker ist als Vollformat ist ja wohl ein Witz. Dann frage ich mich doch warum Profifotografen nur mit schweren Vollformatkameras mit riesigen Objektiven rumlaufen die ein Schweinegeld kosten…

      Die gleiche Anzahl Pixel auf einer kleineren Fläche heißt einfach, dass es leichter zu Störungen (Rauschen) kommen kann. Ich zitiere dazu einfach mal die Wikipedia:

      Bei gleicher Belichtung ist die vom Film oder Sensor eingefangene Lichtmenge proportional zur Fläche des Aufnahmeformates.

      Und mehr Licht heißt einfach weniger Rauschen!

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